Hautkrebsfrüherkennung

Hautkrebsvorsorge und -früherkennung

Europaweit steht die Hautkrebsfrüherkennung und die Vorsorge im Mai im Zentrum der Euromelanoma-Kampagne 2016. In Deutschland erinnern die Dermatologen in der Zeit vom 9. bis 13. Mai an das nächste Hautkrebsscreening und den nötigen UV-Schutz.

Die Hautkrebsraten steigen überall in Europa – im Gleichschritt mit der Lebenserwartung einer immer älter werdenden Bevölkerung. In Deutschland entwickelt inzwischen jeder siebte Bundesbürger im Laufe seines Lebens Hautkrebs. Bislang war der besonders gefährliche „Schwarze Hautkrebs“ bei unter 35-Jährigen äußerst selten, Dermatologen beobachten jedoch insbesondere bei jungen Frauen unter 35 einen auffälligen Anstieg. Hautkrebsrisiken bestehen darüber hinaus auch am Arbeitsplatz, wenn Arbeitnehmer ihre Tätigkeit ganz oder überwiegend im Freien ausüben. Der Gesetzgeber hat Hautkrebs daher 2015 als Berufskrankheit anerkannt.

 

Mit steigender Lebenserwartung steigt das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken

Das gilt vor allem für die häufigste Form von Hauttumoren, den hellen Hautkrebs, zu der eine ganze Reihe von unterschiedlichen Hautkrebsarten zählen, die aber in der Regel keine Metastasen bilden. Allerdings erfordern auch sie im weiter fortgeschrittenen Stadium eine Hautkrebs-OP, da sie in das umliegende Gewebe hineinwachsen und selbst Knorpel und Knochen zerstören können. Die einschlägigen Hautkrebsstatistiken bilden die Dynamik der Hautkrebsentwicklung allerdings oft nur unzureichend ab. Sie erfassen den Regeln der Weltgesundheitsorganisation für Krebsregister folgend lediglich Ersterkrankungen. Bei hellem Hautkrebs und vor allem auch bei einer weit verbreiteten Frühform, den aktinischen Keratosen, kommt es jedoch häufig zu wiederkehrenden Tumorbildungen als Folge großflächiger Lichtschäden. Sie erfordern daher eine engmaschige Nachbeobachtung und ziehen oft auch eine erneute Behandlung nach sich.

 

Euromelanoma-Kampagne zur Hautkrebsfrüherkennung

Anders als in Deutschland gibt es in den meisten Staaten des Kontinents keine gesetzlich geregelte Hautkrebsfrüherkennung und keine völlige Freizügkeit beim Zugang zu Fachärzten für Dermatologie. Um ihre Mitbürger über Hautkrebsrisiken aufzuklären und zur regelmäßigen Früherkennung zu mobilisieren, beteiligen sich Dermatologen in nahezu drei Dutzend europäischen Staaten an der Euromelanoma-Kampagne. Mit Plakaten, Flyern, Presseinformationen und Interviews informieren sie fast überall in Europa, in Russland und in der Türkei die Öffentlichkeit. Die europaweite Initiative unter dem Dach der Europäischen Akademie für Dermatologie und Venerologie (EADV) stellt die Aufklärung über Hautkrebsrisiken, die Früherkennung und die eigene Vorsorge in den Mittelpunkt. Tatsache ist: „Jeder kann selbst etwas tun, um der Entstehung von Hautkrebs vorzubeugen. Das Wichtigste ist ein der UV-Strahlungsintensität angepasstes Verhalten: in den Ferien, in der Freizeit, am Arbeitsplatz und zuhause,“ heißt es in den Unterlagen zur Euromelanoma-Kampagne. „Abhängig von Alterungsprozessen und Umwelteinflüssen verändert sich unsere Haut. Pigmentflecken auf der Haut sind ganz normal. Jeder hat sie. Jedoch ist es wichtig zu wissen: Sie können zu Hautkrebs entarten.“

Eine wirksame Hautkrebsvorsorge fängt daher mit der regelmäßigen Inspektion der eigenen Haut an. Dazu gibt der Euromelanoma-Flyer 2016 eine Anleitung. Denn so die Botschaft: „Früh erkannt, ist Hautkrebs fast immer vollständig heilbar.“

 

Hautkrebsfrüherkennung durch Hautkrebsscreening – Unser Praxisteam berät Sie gerne.

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